Bericht aus Dresden 2018

 

„MENSCH – komm mit!“ (EHAP)

Projektstandort Dresden, Wohnungsnotfallhilfe des Diakonischen Werkes, Stadtmission Dresden e.V.

Im dritten und letzten Projektjahr wurden alle drei Arbeitsschwerpunkte, die Aufsuchende Arbeit (fallbezogene Arbeit), Treffpunkt- und Ehrenamtsarbeit (fallbezogene sowie nicht-fallbezogene Arbeit) sowie die Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit (nicht-fallbezogene Arbeit), durchgeführt. Etwa 65 % der Projektarbeitszeit entfiel der Aufsuchenden Arbeit, 25 % der Treffpunkt- und Ehrenamtsarbeit sowie 10 % der Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit.
Die sich etablierten Zeiten der Aufsuchenden Arbeit wurden auch in 2018 regelmäßig durchgeführt. So wurden an einem Nachmittag in der Woche ausgewählte Plätze in den Stadtteilen Pieschen, Neustadt und Altstadt aufgesucht. An einem weiteren Tag wurde in Zusammenarbeit mit den Kolleg_innen der Mobilen Jugendarbeit ebenfalls Streetwork durchgeführt. In den Wintermonaten wurde an einem Tag in der Woche ein Dresdner Nachtcafé aufgesucht. Drüber hinaus wurden auf Anfrage, z.B. von Bürger_innen, Behörden, Vermietungen, im gesamten Stadtgebiet Personen in Wohnungsnot aufgesucht.
Die Treffpunkt- und Ehrenamtsarbeit war maßgeblich durch die Anleitung und Beratung der ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen geprägt. Personalwechsel und gruppendynamische Prozesse erforderten eine höhere Unterstützung der Ehrenamtler_innen. Die Gästefrequenz im Tagestreff war seit Sommer 2018 stark rückläufig.
Im Spätsommer erfolgte eine in Zusammenarbeit mit der Kontakt- und Beratungsstelle der Stadtmission Dresden e.V. durchgeführte große Öffentlichkeitsaktion. In diesem Rahmen wurden ca. 100 Institutionen, Behörden und Personen angeschrieben und über das Projekt informiert. Der Antwortquote war mäßig bis schlecht.
Als Ziel für das 3. Projektjahr 2018 wurden 142,5 Kontakte zu wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Personen erwartet. Tatsächlich wurden 150 Personen kontaktiert, wovon 75 Ratsuchende an weiterführende Hilfen vermittelt wurden. Das entspricht einer Quote von 50 % und bleibt damit hinter den Erwartungen von 70 %. Die Frauenquote lag mit ca. 29 % deutlich über dem geforderten Frauenanteil von 25 %.

Dresden, 31.01.2018

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